Plastikfrei im Bad

Plastikfrei im Bad

Als ich begonnen habe, dem Thema Nachhaltigkeit und Less Waste in meinem Leben mehr Aufmerksamkeit zu schenken, habe ich mich erstmal auf einen Bereich konzentriert. Meine ersten Schritte in einen nachhaltigen Lebensstil haben beispielsweise im Bad begonnen. Denn hier fiel es mir sehr leicht Dinge zu reduzieren und nachhaltig bzw. verpackungsfrei zu kaufen. 

Wie bereits in dem Beitrag „Dieses Ding mit der Nachhaltigkeit…“ beschrieben, habe ich im Bad die folgenden drei Schritte durchlaufen:

  1. Bestandsaufnahme:
    Wow, was soll ich sagen?! Ich hatte definitiv zu viel Kram. Im Laufe der Zeit habe ich einiges an dekorativer Kosmetik, Lotions, Crèmes, Haarkuren und Shampoos angehäuft. Aber vor allem eines hatte ich im Überfluss und das waren Duschgele. Wie bin ich je auf die Idee gekommen, dass ich davon acht verschiedene Varianten brauchen könnte? Ich weiß es selber nicht.
  2. Reduzieren & Aufbrauchen:
    Ich habe im Mai 2018 im Rahmen der Magic Cleaning Methode von Maire Kondo, erstmal einige Sachen ausgemistet, die ich definitiv nicht mehr brauchte oder schlicht und ergreifend nicht mehr zu gebrauchen waren. Diese Kosmetikartikel habe ich dann verschenkt und einige musste ich leider auch wegschmeißen. Alles andere wurde dann erstmal aufgebraucht, wie zum Beispiel meine unendlich vielen Duschgele. Teilweise brauche ich manche Kosmetikartikel heute immer noch auf.
  3. Bewusster konsumieren:
    Nachdem ich dann endlich einige Produkte 2019 aufgebraucht hatte, habe ich begonnen nachhaltige Alternativen zu kaufen. Kleiner Spoiler: Die Alternativen sind jedoch nicht immer plastikfrei. Mittlerweile wähle ich neu gekaufte Produkte viel bewusster aus und achte darauf, dass diese die folgenden Faktoren erfüllen:
    • Ohne Mikroplastik
    • Ohne Silikone
    • Ohne Parabene
    • Tierversuchsfrei
    • Möglichst nachhaltig produziert oder selbst hergestellt

Beim Einkaufen hilft mir hier übrigens die App Codecheck. Mit der App könnt ihr einfach den Strichcode scannen und diese zeigt euch dann an, welche Inhaltsstoffe in den jeweiligen Produkten enthalten sind und ob diese bedenklich sind oder nicht

Plastikfreie Alternativen im Bad

1. Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide

Mit der Zahnbürste habe ich damals angefangen. Ich habe meine herkömmliche Zahnbürste einfach durch eine Bambuszahnbürste ersetzt. Die bekommt ihr mittlerweile in jedem gut sortierten Drogerie- oder Biomarkt. Da Zahnpasta oft Mikroplastik enthält, habe ich diese ausgetauscht mit Zahnpasta-Tabs aus dem unverpackt Laden. Zudem benutze ich mittlerweile Zahnseide aus Bambus von Bambusliebe. Die kommt in einem Galsflacon und dieser kann einfach wieder neu befüllt werden.

2. Deo

Eine für mich funktionierende, plastikfreie Deo-Alternative zu finden war gar nicht so einfach. Aktuell nutze ich ein Deo von Ben & Anna. Das Deo funktioniert wie ein Deostick und kommt in einer Pappverpackung. Einige Sorten habe ich letztens sogar in Rossmann gesehen.

3. Abschminkpads und Make-Up-Entferner

Als nächstes habe ich die Einweg-Wattepads durch wiederverwendbare Abschminkpads ersetzt. Für die Reinigung des Gesichts benutze ich die Gesichtsseife von Lamazuna. Allerdings entfernt die Seife kein wasserfestes Make-Up, dafür nehme ich Kokosöl.

4. Rasierer

Meinen Mehrweg-Rasierer aus Plastik habe ich mittlerweile durch einen Rasierhobel ersetzt. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Angst vor dem Teil hatte, da es irgendwie gefährlich aussieht. Die Angst war allerdings völlig unberechtigt. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rasierhobel von Ecoyou.

5. Shampoo, Spülung, Duschgel

Auch in herkömmlichen Shampoos, Spülungen und Duschgelen sind meistens Silikone, Parabene und Mikroplastik enthalten, von dem ganzen Plastikverpackungen mal ganz zu schweigen. Als ich von einem ganz normalen Shampoo auf ein festes Shampoo umgestiegen bin, mussten sich meine Haare erstmal daran gewöhnen. Bisher mochte ich das feste Shampoo von Alverde aus dem DM gerne. Es war sehr ergiebig und ich bin damit super zufrieden gewesen, genauso wie mit dem Shampoo Bit von Rosenrot. Als nächstes teste ich das feste Shampoo von Waschkram. Ich bin gespannt, wie ich damit zurecht komme. Die Spülung von Rosenrot ist ebenfalls super. Manchmal benutze ich aber auch saure Rinse als Spülung. Die kann man ganz schnell und günstig selber machen und sie gibt den Haaren einen schönen Glanz. Meinen Duschgel-Warn habe ich mittlerweile abgelegt und das Duschgel durch die Carpe Diem Seife von Speick ersetzt. Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass ein Duschgel gut schäumt und aufgrund dessen packe ich die Seife beim Duschen immer in ein Sisal-Säckchen.

6. Dekorative Kosmetik

Bei der dekorativen Kosmetik kaufe ich nun nur noch Naturkosmetik Marken. Die Artikel sind allerdings trotzdem in Plastik verpackt. Hier kaufe ich jedoch eher selten neue Produkte, da ich mich nicht viel schminke. Außerdem muss ich in diesem Bereich auch noch viele alte Produkte aufbrauchen.

Tipp: Selber machen statt kaufen 

Das ist wohl der größte und nachhaltigste Tipp den ich euch im Bereich Badezimmer geben kann. Macht die Dinge einfach selber, wenn ihr Zeit und Lust dazu habt. Ich hab mir das Buch „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ von Anita Bechloch gekauft und bin total begeistert davon. Hier findet ihr viele tolle Naturkosmetik-Rezepte und interessante Informationen über die Inhaltsstoffe. Ich habe bereits eine Gesichtscreme selber gemacht und bin wirklich begeistert!


Meine liebsten Online-Shops für nachhaltige Produkte im Badezimmer:

Da Online Bestellungen jedoch eher weniger nachhaltig sind, kaufe ich immer direkt mehrere Produkte und Frage meine Freundinnen, ob sie ebenfalls noch etwas benötigen und dann bestellen wir einfach gemeinsam. Falls ich in einer Stadt mit einem unverpackt Laden unterwegs bin, kaufe ich die Produkte aber lieber dort. Das ist wesentlich nachhaltiger und außerdem merke ich dann schneller, ob mir der Geruch des Produkts gefällt oder nicht, denn das ist schließlich oftmals ein wichtiges Auswahlkriterium. 

Jetzt kennt ihr meine ersten Schritte in ein plastikfreieres Badezimmer. Was habt ihr bereits schon ausgetauscht? Was sind eure liebsten ökologischen Alternativen fürs Bad?

4 Comments
  • Daniela

    24. Januar 2020at20:34 Antworten

    Liebe Alina, herzlichen Dank für diesen Einblick in dein Badezimmer!
    Ich mag das feste Shampoo von alverde auch sehr gerne 😍 aber auch ein Shampoo-Konzentrat von Yves Rocher liebe ich. Die Flasche besteht auch aus Recycling-Material, ist also halbwegs gut 😉 Ansonsten nutze ich auch zum Waschen gerne Seifenstücke, allerdings habe ich auch eine Duschgel-Schwäche…Da rieche ich so gerne beim Yves Rocher Shop dran und zack, kaufe ich dann wieder eins 😞 aber ich hab fest vor, da stärker dran zu arbeiten. Bei Kosmetik brauche ich auch kaum was, nur Mascara eigentlich. Beim Abschminken habe ich auch waschbar Pads 😊 bin ich sehr zufrieden mit.

    Viele Grüße 😘

  • Alina

    25. Januar 2020at0:36 Antworten

    Liebe Daniela,
    Danke für dein Kommentar. Ich finde es super, dass auch schon einige nachhaltige Alternativen in deinem Bad eingezogen sind! 🙂
    Von manchen Dingen kann man sich wirklich nur schwer trennen. Ich fand es auch schwierig die Impulskäufe zu unterdrücken, gerade im Drogeriemarkt ist das für die ein oder andere Frau doch eine echte Herausforderung. Also sei nicht zu streng mit dir falls es mal nicht klappt. 😉
    Liebe Grüße :-*

  • Regina

    25. Januar 2020at13:21 Antworten

    Liebe Alina! 😊
    Ich versuche selbst seit einer Weile, einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen, habe mich ans Badezimmer mit dem ganzen Mikro- (und Makro-😉) Plastik aber bisher irgendwie noch nicht rangetraut. Deine Tipps find ich super, das hilft mir, einen Ansatz zu finden. Vor dem Rasierhobel nehm ich mich allerdings auch erstmal in Acht! 😉
    Danke! 😘

    • Alina

      25. Januar 2020at13:35 Antworten

      Liebe Regina 😊
      Es freut mich sehr, dass dir der Beitrag weiterhilft. Vor dem Rasierhobel hatte ich wirklich Respekt, aber ich kann diesen nur empfehlen! Danke für deinen lieben Kommentar.
      Lieben Gruß 🤗

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