Zero Waste Küche

9 Tipps für eine Zero Waste Küche

Die Küche ist wohl der Ort in jedem Haushalt an dem der meiste Müll entsteht. Zumindest war und ist es bei uns zu Hause so. Wo fängt man da bloß an? Unsere Küche ist nicht plastikfrei oder müllfrei, aber ich konnte den Müll deutlich reduzieren, indem ich einige Dinge ersetzt bzw. umgestellt habe. Neugierig? Dann erzähle ich euch mal, was ich gemacht habe. 

1. Sodastream

Ich trinke wirklich gerne Sprudelwasser, deshalb habe ich mich sehr über dieses Geschenk an Weihnachten vor zwei Jahren gefreut und nutze den Sodastream seitdem täglich. Auch meinen Freund konnte ich davon überzeugen, denn vorher hat er nur ein ganz bestimmtes Mineralwasser getrunken und so hatten wir immer Unmengen an Plastikflaschen zu Hause. 

2. French Press oder wiederverwendbare Kaffeefilter

Shame on me! Bis vor zwei Jahren habe ich noch eine Kapselmaschine besessen. Die ist selbstverständlich alles andere als umweltfreundlich und musste deshalb auch gehen. Nun mache ich mir meinen morgendlichen Kaffee in meiner heißgeliebten French Press. Da meine French Press aber nur für zwei Tassen reicht, haben wir noch einen wiederverwendbaren Kaffeefilter, um für Besuch auch mal eine Kanne Kaffee aufzugießen.

3. Bienenwachstücher

Seit Dezember letzten Jahres haben wir Alu- und Frischhaltefolie durch Bienenwachstücher ersetzt. Das funktioniert ganz wunderbar und so spart ihr ebenfalls einiges an Müll. Wie ihr selber Bienenwachstücher herstellen könnt, habe ich euch in dem Blogbeitrag „Bienenwachstücher selber machen“ gezeigt. Probiert es einfach mal aus, es klappt wirklich super.

4. Dosen / Gläser

Egal ob Edelstahldosen, Tupperware, Einmachgläser oder Altglas mit all diesen Behältern könnt ihr eine Menge Müll in der Küche sparen. Ich nutze diese Aufbewahrungsmöglichkeiten zum Einfrieren von vorgekochtem Essen oder sonstigen Lebensmitteln, zum Transport von meinem Essen oder zum Einkaufen im unverpackt Laden. In manchen Supermärkten könnt ihr auch an den Frische- oder Salattheken eure Lebensmittel in die Dosen füllen. Fragt einfach mal höflich nach. Außerdem habe ich alle Lebensmittel in unserem Vorratsschrank in alte Gläser oder Einmachgläser gefüllt, denn so habe ich eine viel bessere Übersicht, was wir alles noch da haben.

5. Glas- oder Edelstahlstrohhalme 

Selbstverständlich ist ein Strohalm nicht lebensnotwendig, aber ich trinke sehr gerne meine Smoothies oder Shakes aus einem Strohhalm. Deshalb habe ich mir wiederverwendbare Glasstrohhalme von Ecoyou gekauft und bin sehr zufrieden mit diesen. Außerdem sind sie super einfach zu reinigen.

6. Gemüsenetze und Baumwollbeutel

Gemüsenetze und Baumwollbeutel sind meine typischen Begleiter beim Einkaufen, so könnt ihr auf die Plastik- oder Papiertüten verzichten und spart wieder etwas Müll. Ich kann euch auch nur empfehlen die Baumwollbeutel mit in einen unverpackt Laden zu nehmen. Bei meinem ersten Besuch habe ich mich nämlich durch die ganzen Gläser in meinem Rucksack todgeschleppt.

7. Nussmilchbeutel

Ich trinke meinen Kaffee gerne mit Milch und vor geraumer Zeit bin ich deshalb auf pflanzliche Milch umgestiegen. Da pflanzliche Milch jedoch häufig sehr teuer ist und Müll produziert, habe ich mir einen Nussmilchbeutel gekauft, um Mandel-, Soja-, Kokos-, Haselnuss- oder Hafermilch selber zu machen. Denn so entsteht gar kein Müll, da ihr die Reste aus der Produktion einfach weiterverarbeiten könnt. Wie ihr Hafermilch herstellen könnt, könnt ihr im Beitrag „Hafermilch selber machen“ nachlesen.

8. Spülbürste, Spülschwamm und Spülmittel

Meine Plastikspülbürste ist mittlerweile einer Spülbürste aus Holz gewichen bei der man einfach den Bürstenkopf wechseln kann. Zudem benutze ich momentan Spülmittel aus dem unverpackt Laden und danach teste ich dann die Putzseife, die ihr auf dem Bild oben seht. Beim Spülmittel achte ich mittlerweile immer darauf, dass es kein Mikroplastik enthält, denn dies sind ebenfalls Müllpartikel, die so in unsere Meere gelangen. Außerdem habe ich den alten Spülschwamm durch einen Öko-Spülschwamm getauscht, der aus biologisch abbaubaren Fasern besteht.

9. Hochleistungsmixer 

Ihr fragt euch sicher was ein Hochleistungsmixer mit einer Zero Waste Küche zu tun hat, aber durch meinen Hochleistungsmixer Hanno von Springlane spare ich eine Menge Müll in der Küche. Mit Hilfe des Mixers mache ich viel Dinge selbst, wie z.B. Hafermilch, Humus oder Kaffee selber mahlen und so muss ich diese Dinge nicht mehr verpackt kaufen.

Möglichst verpackungsfrei, saisonal und regional einzukaufen ist natürlich eine Grundvoraussetzung für weniger Müll in der Küche. Seid aber nicht zu streng mit euch, denn ganz ohne Verpackung geht es meistens nicht. Denkt immer daran, auch kleine Schritte sind ein Fortschritt.

Selbstverständlich kann man noch vieles mehr machen als ich oben angegeben habe, aber das hätte den Beitrag dann gesprengt. 

Was habt ihr bisher schon umgestellt, um eure Küche müllfreier zu gestalten?  🙂

4 Comments
  • Daniela

    8. März 2020at21:27 Antworten

    Huhu 😊 Wir haben auch einen Sodastream mit Glasflaschen. Ich wollte dieses Wasser aus Plastikflaschen nicht mehr, nachdem ich gelesen habe, wie viel Mikroplastik da drin ist! Ansonsten gebe ich auch alle Gläser und Flaschen auf, um sie wiederzuverwerten!

    Ich bin bei Milch auch umgestiegen. Die gibt es nicht mehr aus dem Tetrapack, sondern als Rohmilch hier beim Bauern aus der Milchtankstelle. Die koche ich zuhause ab und fülle sie in kleine glasflaschen. So hält sich die Milch auch länger 😊

    • Alina

      9. März 2020at10:56 Antworten

      Der Sodastream ist wirklich praktisch und eine super Alternative. 🙂

  • Auri Wind

    30. Juni 2020at10:25 Antworten

    Oh einen Nussmilchbeutel brauche ich auch 🙂

    • Alina

      30. Juni 2020at16:53 Antworten

      Der ist so praktisch. Ich kann es nur empfehlen! 🙂

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